Unsere Galgos

Nachdem wir unsere Dalmatinerhündin Tanya, die uns 12,5 Jahre begleitet hat, im Dezember 2005 einschläfern lassen mussten, entschieden wir uns schon kurze Zeit später, dass wieder ein Hund ins Haus kommen muss.
Nach einigen Recherchen im Internet wurden wir so auf die Rasse Galgo Espanol aufmerksam. Windhunde gefielen mir schon immer ausgesprochen gut und der Galgo hat eine ideale Größe und wird als Hund von sehr angenehmem Wesen beschrieben.
So setzten wir uns mit dem Verein Far-From-Fear in Verbindung und bekamen im Februar 2006 unsere Delta. Sie war zu dem Zeitpunkt ca. 4 Monate alt und hatte schon eine kleine Odyssee hinter sich. Es wurde also Zeit, dass sie ihr endgültiges Zuhause bekam.
Sie lebte sich schnell ein und wir hatten unheimlich Spaß an ihr.
So beschlossen wir also, auch noch einem zweiten Galgo eine Chance zu geben und holten im März Salma zu uns. Sie war ca. 1,5 Jahre und die Spanier beschrieben sie als einen wahren Engel.
Beide verstanden sich gleich recht gut und waren total unproblematisch. Schon nach relativ kurzer Zeit konnten wir beide in unseren Mainwiesen ableinen, so dass sie ihrem Temperament freien Lauf lassen konnten.
Salma bekam dann Husten und wir mussten leider feststellen, dass sie an Herzwürmern litt. Eine aufwändige und riskante Behandlung begann, - aber wir haben es geschafft und nun ist sie ganz gesund.
DeltaSalma  Salma und Delta



Charakterlich ist der Galgo Espanol im Allgemeinen ruhig und zurückhaltend, wenn er Zutrauen gefasst hat, aber sehr anhänglich und auf seine Bezugspersonen fixiert. Dem Galgo sind Aggressionen fremd, bei Bedrohungen reagiert er in der Regel mit Flucht. Er ist sehr verträglich mit anderen Hunden und fügt sich problemlos in bestehende Rudel ein. Er ist rassetypisch im Haus sehr ruhig, im Freien entwickelt er einen mehr oder weniger ausgeprägten Jagdinstinkt und ein feuriges Temperament. Der Galgo Español ist sehr intelligent, sehr neugierig, für einen Windhund recht gut erziehbar und pflegeleicht. Er stellt hohe Anforderungen an den Besitzer, was die Erziehung anbelangt. Mit Druck und Strenge erreicht man bei ihm allerdings gar nichts. Und Kadavergehorsam kann man von ihm nicht erwarten, da er bis heute noch sehr ursprünglich ist. Im Allgemeinen ist der Galgo als sehr sanft und gutmütig zu bezeichnen. Der Galgo Espagnol ist, wie seine Artverwandten, die Greyhounds, als Familienhund sehr gut geeignet. Durch die völlig fehlende Agressivität und die grosse Anhänglichkeit an "seine" Menschen ist er auch für Familien mit kleineren Kindern der ideale Hund. Das Bewegungsbedürfnis des Galgo wird oft überschätzt. Windhunde sind Sprinter und keine ausdauernden "Traber". Sie lieben ausgedehnte Spaziergänge und sind zufrieden, wenn sie regelmässig einen Sprint einlegen können. Für Fahrrad-Freaks sind Windhunde nur in Ausnahmefällen geeignet.
( Quelle : Wikipedia )

Windhunde sind anders :

Sie fallen überall auf wegen ihrer eleganten Erscheinung, ihres schlanken Körpers und ihrer fast arrogant anmutenden Zurückhaltung.
Sie treten am liebsten zu zweit oder im Rudel auf.
Sie bellen kaum, riechen nicht nach Hund und wollen Sofa und Bett unbedingt mit ihren Menschen teilen.
Sie lieben es, zugedeckt und eingekuschelt zu werden und im Winter einen Mantel zu tragen.
Sie hassen Regen.
Sie wollen keine Befehle befolgen, sondern Vorschläge erhören oder selber machen.
Sie wollen gleichberechtigte Partner sein.


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Seit Ende September sind wir nun auch noch Pflegestelle und haben unseren ersten Pflegehund : Tomellosa, genannt Melosa
Sie war leider total verängstigt und muss nun hier bei uns erst mal ganz langsam lernen, ein "normaler Hund" zu werden.

Am Anfang durfte man sie fast nicht anschauen, geschweige denn anfassen. Drei Tage lang hat sie ihren Platz unter der Treppe nicht verlassen. Drei Wochen hat es gedauert, bis sie mal mit raus in den Hof gegangen ist. Nach weiteren Wochen ging sie dann mit in den Garten und konnte sich dort endlich mal ein bisschen austoben und sogar schon übermütig und fast sorgenfrei spielen.

Ein weiterer großer Schritt war das Anziehen des Halsbandes und des Geschirrs. Der nächste Schritt war die Gewöhnung an die Leine. Erst dann konnten wir so langsam mal dran denken, mit ihr ganz normal spazieren zu gehen. In fremder Umgebung und fremden Menschen gegenüber ist sie noch vorsichtig und immer etwas misstrauisch, ob nicht doch noch mal wieder was Schlimmes passiert.

Aber wir sind zuversichtlich, dass es so weitergeht wie bisher : Langsame aber stetige Fortschritte !

Melosa ist ein wunderbarer Hund, der es verdient hat, nun endlich die guten, - oder nur die BESTEN Seiten des Lebens kennenzulernen.

Mai 2008 : WIR HABEN SIE ADOPTIERT !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Nach nunmehr fast 8 Monaten können wir uns ein  Leben ohne Melosa nicht mehr wirklich vorstellen und wir sind überzeugt, dass es für sie das Beste ist, wenn sie nicht noch einmal umziehen muss und mit völlig fremden Menschen konfrontiert wird.   Und für uns auch ;-))))

Wir haben also nun ein Dreier-Rudel :

                                                           

    

 
                              

Um noch mehr Galgos zu helfen, haben wir uns entschlossen,  noch dem ein oder anderen dieser phantastischen Wesen  eine Pflegestelle bis zur Vermittlung zu bieten.
Unsere Pflegehunde :
 
                    - Chiquita Aranda, ein weißer Engel, bei uns vom 06.-16.12.2008,                                   - Pam, oder auch Pamela, bei uns seit dem 17.12.2008
                              lebt jetzt glücklich in Frankfurt              
 
                                                              
 
 
Fränkische Nachrichten v. 07. März 2009

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